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22.04.2018 | 05:10 | 761 Touren
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Regionen zur Auswahl: Quito

Vulkane in Ecuador

Chimborazo :: Otavalo :: Cotopaxi




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23 Tage

2-10

3/5

1.495,00 €

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Vulkane in Ecuador

Von Ecuadors Hauptstadt geht es zunächst nach Norden, wobei die berühmte Strasse der Vulkane durchfahren wird. Dort besuchen wir das biologische Reservat Guandera, von wo aus interessante Exkursionen und Wanderungen möglich sind. Weiterhin werden wir die Gegend um Otavalo erkunden, wo einer der berühmtesten Märkte Südamerikas zu sehen ist. Dazu gibt es einige imposante Vulkankegel zu besteigen, der Imbabura erreicht mit seinen 4700 Metern schon fast Mont Blanc Höhe. Über Quito steuern wir dann den Cotopaxinationalpark an, wo mit dem Cotopaxi (5895m) einer der formschönsten und ebenmässigsten Vulkane überhaupt erstiegen wird. Darauf folgt als Höhepunkt dann noch der 6273 Meter hohe Chimborazo, Ecuadors höchster Punkt.


1)
Das aller erste Highlight der Reise dürfte schon der Anflug auf Quito sein, wie ein riesiger Bandwurm breitet sich die langgezogene Hauptstadt unter uns aus. Doch weitaus imposanter dürfte der Blick auf die Anden sein, gerade aus der Vogelperspektive heraus bieten die schneebedeckten Vulkanberge einen wahrhaft majestätischen Anblick. Ebenfalls einen Blick (oder mehrere) wert ist die schier endlose Grünfläche des Amazonasgebietes, dem größten zusammenhängenden Urwaldgebiet der Erde.

Am Tag der Ankunft steht nur noch ein kurzer Stadtbummel an, abgeschlossen wird der Tag mit weiteren Informationen zum Land und zur bevorstehenden Tour bei einem landestypischen Abendessen.
2)
Schon am 2.Tag werden wir unseren ersten 3000er besteigen, nämlich den diese Marke nur knapp übersteigenden Panecillo (kleines Brötchen) mit seiner mehr als unförmigen Aluminiumstatur Virgen de Quito. Das schönste an diesem Berg aber ist, das die komplette Tour per Taxi durchzuführen ist. Auch unser erster Markt kann hier oben besucht werden, selbstverständlich bei herrlichen Blicken über die gesamte Stadt. Danach folgt das Mittagessen.
Den Nachmittag widmen wir dann komplett der kolonialen Altstadt. Hier können natürlich noch nicht alle Sehenswürdigkeiten angeschaut werden, doch Highlights wie die Plaza de Independencia, die Regierungsgebäude, die Kathedrale, die Casa de Sucre und die Iglesia San Augustin werden wir wohl schaffen. Dazu durchwandern wir den Parque Alameda, Quitos ältesten Park, in der Nähe nehmen wir auch das Abendessen ein.

3)
Nun führt unser Weg die Strasse der Vulkane entlang in den äußersten Norden des Landes in das lebendige Andenstädtchen San Gabriel. Es handelt sich hierbei um eine äußerst Aussichtsreiche Fahrt. Wir übernachten in dem untouristischen Andenstädchen und schauen uns am Nachmittag noch die Plaza de Armas und die wenigen Sehenswürdigkeiten an.
4)
In direkter Nähe befindet sich hier die ökologische Station Guandera, unser nächstes Ziel, mitten in dichtem Bergurwald gelegen. Mit Taxi nähern wir uns ihr an bis Mariscal Sucre, einen kleinen Weiler mitten in den kargen Hochflächen der Ostkordilliere gelegen. Von hier aus benötigen wir noch eine gute Stunde Fußmarsch um die 3400 Meter hoch gelegene Station zu erreichen. Hier werden wir Mittagessen und am Nachmittag schon mal die nähere Umgebung der Station unter die Lupe nehmen. Einfaches, landestypisches Abendessen in der Station.

5)
Heute werden wir eine Eingehtour in die Paramos unternehmen, wo mit viel Glück Pumas oder der selten gewordene Brillenbär zu sehen sind. Unser erster Gipfel heisst Loma Corazon und bietet mit seinen gut 3800 Metern Höhe eine ideale Akklimatisationstour. So werden wir den kompletten Tag unterwegs verbringen, urige Primärwälder, Kakteen und Sträucher säumen unseren Weg. Herrlich ist der Blick über die Weite des ecuadorianischen Paramos. Spätestens zum Abendessen finden wir uns dann aber wieder in der Station ein, wo auch übernachtet wird. Vorher nehmen wir natürlich am urigen Hüttenleben teil.


6)
Die nächste Tour wird schon etwas länger, wir überschreiten mehrere kleinere Paramogipfel und besteigen den immerhin über 4000 Meter hohen Mirador. Mittlerweile sind im Parkgebiet gut sichtbare Pfade zu finden, leider um sie herum auch manchmal die Vorboten der Zivilisation in Form von liegengebliebenen Trinkflaschen oder Verpackungen. Die Landschaft drumherum ist dafür umso schöner, sie ist geprägt von dichten Bergurwäldern, weiten Steppenlanschaften und sogar einem wunderschönen Wasserfall. Natürlich hoffen wir auch einen Puma oder einen der noch selteneren Brillenbären zu Gesicht zu bekommen, aber die Chancen sind eher gering. Früher Aufbruch erhöht sie allerdings deutlich. Der ist sowieso von Vorteil, denn die Tour ist lang. Dafür sind die Ausblicke noch weiter als am Vortag, sogar Kolumbien rückt in unser Blickfeld. Auch heute finden wir uns zum Abendessen wieder in der Guandera Station ein. Den Abend verbringen wir dann wieder mit den Arbeitern und den Praktikanten.

7)
Noch eine weitere Eingehtour steht auf dem Programm, ein weiterer Paramoberg, der wie so viele hier nicht näher bezeichnet oder benannt ist. Kartenmaterial ist noch ein Fremdwort für diese Region. Heute imponieren vor allem die Tiefblicke, Mariscal Sucre ist durch ein großes, flächiges, rotes Dach von überallher zu erkennen, auch das Tal von San Gabriel ist zu sehen. Nach der Tour schauen wir uns noch die Projekte von Guandera näher an, wie z.B. die Piscinas, die Wetterstation oder die Kartoffelfelder. Die Station Guandera ist im Besitz der Umweltorganisation Jatun Sacha, die ihren Sitz in Quito hat und und neben Guandera noch 2 weitere ökologische Stationen besitzt, nämlich Jatun Sacha im Oriente bei Tena und Bilsa im küstennahen Nebelwald. Wir verbringen noch eine letzte Nacht in der Höhe, mit Abendessen, Kartenspielen und Übernachtung.

8)
Danach verlegen wir unseren Standort nach Otavalo, bekannt für seinen samstäglichen Indigenamarkt, wo alles irgendwie verkaufbare angeboten wird.
Dazu steigen wir von Guandera ab nach Mariscal Sucre und nehmen von dort aus ein Taxi nach San Gabriel. Von hier erfolgt die Weiterfahrt nach Otavalo, wo wir unser Hotel beziehen. Am Abend steht dann ein Restaurantbesuch an, wo uns mit etwas Glück einheimische Strassenmusiker mit traditioneller Andenmusik beglücken.

9)
Die meisten Gäste besuchen Otavalo wegen dem samstäglichen Indigenamarkt, dem bedeutendsten von ganz Südamerika. Alle möglichen Andenken gibt es hier zu kaufen, Steine, Skulpturen, Bücher oder Karten. Dazu besteht selbstverständlich ein mehr als reichhaltiges Angebot an kulinarischen Spezialitäten, ja sogar lebende Tiere kann man erwerben. Doch am interessantesten sind sicherlich die vielfältigen Webeartikel. Ponchos, Hosen, Pullover, Jacken, alles was das Herz begehrt kann man hier erstehen, in der Tradition der Otavalenos, einem Indigenastamm der es mittlerweile mit der Weberei zu einigem Wohlstand bringen konnte. Hier kann man sich im Handeln üben und ganz nebenbei interessante Mitbringsel für die Daheimgebliebenen erstehen. Am Nachmittag nehmen noch den Innenstadtbereich von Otavalo unter die Lupe. Zum Abschluss folgt wiederum ein Abendessen mit traditioneller Musik.
10)
Otavalo ist auch der Ausgangspunkt für unsere erste größere Bergtour auf den Vulkan Fuya Fuya (4293 m). Hierfür fahren wir mit dem Taxi von Otavalo zur nahegelegenen Laguna Mojanda, einem tiefblauen Kratersee, der den Ausgangspunkt einiger interessanter Wanderungen bildet. Unser Ziel ist der erloschene Vulkan Fuya Fuya, nur 500 Meter höher rechts über der Seeoberfläche. Der Grossteil des Anstieges erfolgt über gut begehbare Pfade, am steinigen Gipfelgrat wird der Wegverlauf komplizierter und es müssen dann hin und wieder die Hände zur Hilfe genommen werden. Nach der Gipfelbesteigung mit phantastischen Ausblicken umrunden wir noch einen Teil des Sees, die gesamte Lagune jedoch wäre zu weitläufig. Dabei fallen besonders die schwarzen Felsformationen des Jana Urku ins Auge, welche über der anderen Seeseite aufragen. Am Auslauf der Laguna holt uns das Taxi wieder ab und bringt uns zurück nach Otavalo.

11)
Heute verlassen wir Otavalo in Richtung Ibarra und besichtigen die weisse Stadt. Der Name rührt allerdings nicht von den weisgetünchten Kolonialgebäuden der Stadt, sondern stammt aus der Zeit als „weiße“ Spanier hier 1606 die erste christliche Siedlung zwischen Quito und Kolumbien gründeten. Interessant sind hier vor allem die ethnische Vielfalt und der alte Lokschuppen am Bahnhof. Dazu besuchen wir 2 Baumbestandene Plätze im Zentrum. Altertümliche Transportkutschen säumen das Stadtbild, gegen Aufpreis kann eine Fahrt organisiert werden. Leider wurde Ibarra 1868 durch ein Erdbeben fast vollständig zerstört, sodass nur wenige alte Strassenzüge erhalten geblieben sind. Übernachten tun wir aber nicht im etwas eintönig wirkenden Ibarra, sondern noch ruhiger in dem kleinen Bergdorf La Esperanza. Das idyllische Andendörfchen wird mit dem Bus erreicht und trägt den verheißungsvollen Namen die Hoffnung. Zahlreiche Wanderungen sind von hier aus möglich.

12)
Zweifellos die interessanteste Tour um La Esperanza ist natürlich der 4682 Meter hohe Vulkan Imbabura.

Taita Imbabura wird der Berg auch genannt, Vater also, bildet er doch mit dem Cotocachi zusammen ein Gottheitenpaar, welches schon weit vor der Inkazeit verehrt wurde. Zu den ganz Großen des Landes oder gar der Anden gehören beide natürlich nicht, trotzdem bilden sie interessante Tourenziele auf aussichtsreiche und freistehende Vulkanberge. Gletscher oder Firn sind dabei nicht anzutreffen, auch im Fels halten sich die Schwierigkeiten in sehr engen Grenzen. Ausbruchgefährdet ist der Vulkan ebenfalls nicht mehr, gehört er doch seit langem zu den Erloschenen seiner Zunft.

So geht es am frühen Morgen erst mal in Richtung Zuleta und kurz vor der Brücke das rechtsseitige Sträßchen hoch. Ein Teil dieses Weges lässt sich auch mit einem geländegängigen Taxi bewältigen. Ein kleiner Parkplatz oder zumindest Wendeplatz bildet das Ende der fahrbaren Strecke, nun wird der Weg deutlich schmaler, behält aber die Richtung bei und der Pfad ist gut zu finden. Etwas später wendet sich dieser nach links und steigt in einigen Serpentinen über eine Art Grat dem Kraterrand entgegen. Die Spuren werden etwas undeutlicher. Einige Felspassagen können leicht umgangen werden, immer wenn es nach Schwierigkeiten aussieht verflüchtigen sich diese auch sofort wieder. Nach einem anstrengenden Steilstück ist der Kraterrand geschafft, leichte Felsstufen leiten zum Vorgipfel. Hier denkt man zuerst die Tour sei schon zuende, im Nebel ist der Hauptgipfel auf der anderen Kraterseite nicht zu erkennen, doch leiten Pfadspuren weiter am Krater entlang. Allerdings geht es deutlich bergab und zwar durch felsiges, heikel brüchig aussehendes Gelände. Allzu weit geht es nicht bergab, auch die Kletterstellen sind absolut problemlos, höchstens erster Grad. Bald stehen wir vor dem felsigen Gipfelaufbau, wieder sieht alles schwieriger aus als es ist. Immer wieder findet sich ein leichter Durchschlupf und vielleicht 30-50 Höhenmeter später ist der aussichtsreiche Gipfel erreicht. Interessant sind vor allem die Tiefblicke auf die 100.000 Einwohnerstadt Ibarra.
Der Abstieg erfolgt komplett auf dem Aufstiegsweg. Um nicht in Zeitnot zu kommen übernachten wir heute noch mal in La Esperanza, wo auch das Abendessen eingenommen wird.


13)
Nach den Bergtouren steht nun wieder eine Busfahrt auf dem Programm, zuerst geht es von La Esperanza zurück nach Ibarra, wo ein Bus nach Quito gechartert wird. Vom Terminal fahren wir dann zuerst ins Hotel um das Gepäck loszuwerden, danach folgt ein verspätetes Mittagessen. Der Nachmittag ist zur freien Verfügung, der Abend ebenfalls. Da Morgen kein allzu anstrengendes Programm angesetzt ist, eine gute Gelegenheit sich in Quitos Nachtleben zu stürzen. Gerade das Viertel Mariscal bietet einige Möglichkeiten.


14)
Heute ist erst mal Ausschlafen angesagt, dann finden wir uns bei unserer ecuadorianischen Partneragentur ein, um alle Vorbereitungen für die Cotopaxibesteigung zu treffen. Hier wird die Ausrüstung für die Tour zusammengestellt, es können Schuhe und Steigeisen probiert werden. Auch lernen wir schon mal unseren Bergführer kennen. Danach sehen wir uns noch etwas in Quitos Nordstadt um und testen die zahllosen Einkaufsmöglichkeiten. Vor allem die berühmte Avenida Amazonas nehmen wir genauer unter die Lupe. Auf der breiten Promenade finden sich viele Touristen und reichere Ecuadorianer. Aber auch die negativen Seiten der Stadt bleiben uns nicht verborgen. Bettelnde Kinder, alte oder kranke Einheimische versuchen hier ihr karges Einkommen ein wenig aufzubessern. Auch das ist Südamerika. In einem der vielen Restaurant gehen wir dann Abendessen, morgen gibt es nur noch die karge Hüttenmahlzeit. Um für den nächsten Tag fit zu sein gehen wir dann früh schlafen.


15)
Dann geht es los dem ebenmässigen Eisvulkan entgegen.
Mit dem Geländewagen und indigenem Führer geht es dann endlich los, zuerst Richtung Machcachi, von wo aus dann in den Cotopaxinationalpark eingebogen wird. Nachdem wir am Eingang die fällige Gebühr entrichtet haben, fahren wir durch ursprüngliche Landschaften mit vielfältiger Pflanzenwelt und unzähligen Vicunas dem großen Ziel Cotopaxi entgegen. In engen Serpentinen windet sich die Sandpiste der auf Mont Blanc Höhe gelegenen Hütte entgegen, bis ein kleiner Parkplatz auf gut 4400 Meter das Ende der Fahrstrecke anzeigt. Jetzt wird es mühsam, die Ausrüstung und die große mit dem Auto überwundene Höhe machen sich bemerkbar, der Weg besteht aus extrem rutschigem und deshalb mühsam zu begehenden Sand. Zum Glück sind es nur 350 Höhenmeter zur Hütte, dem Refugio Jose Ribas auf 4800 Metern, und wir haben unendlich viel Zeit dafür. Trotzdem ist die Hütte recht schnell erreicht. Auch viele Tagesausflügler sind hier unterwegs, es überwiegen jedoch die Cotopaxiaspiranten. Den Rest des Tages kann man sich mit kleinen Erkundungstouren durch die vielfarbigen Gesteinsformationen des steilen Vulkankegels vertreiben. Wer möchte kann natürlich auch einfach nur faulenzen, denn außer dem Abendessen und dem Zurechtlegen der Ausrüstung gibt es für heute kein Programm mehr. Früh geht es dann zu Bett, bzw. auf die einfachen Holzpritschen, wo wir versuchen ein wenig zu schlafen.


16)
Um 12 geht dann der Wecker und nach dem Frühstück wird spätestens um 1 zum Gipfel aufgebrochen. Das ist nötig, da die heiße Äquatorsonne sehr schnell das Eis und die Schneebrücken über die Spalten aufweicht.
Der Cotopaxi streitet sich mit dem Ojos de Salado um den Titel höchster Vulkan der Erde und ist auf jeden Fall deutlich aktiver als jener. Vor einigen Jahren schmolzen bei einem Ausbruch Teile der Eiskappe ab und eine gewaltige Schlammlawine zerstörte große Teile des nahegelegenen Städchens Latacunga mit einigen Todesopfern.
Mittlerweile ist der Cotopaxi etwas runtervermessen worden auf 5895 Meter, galt er doch früher mit 6005 Metern als echter 6000er. Wer aber seine ebenmäßige Eiskappe das erste Mal sieht wird sich wenig für derartige Zahlenspiele erwärmen, handelt es sich doch praktisch um das Idealbild eines eisbedeckten Vulkanes schlechthin. Von der Hauptstadt Quito aus ist er bei guten Sichtbedingungen schon zu sehen und bildet somit eines der Wahrzeichen der Stadt.
Wir besteigen im Scheine der Stirnlampen die ersten Eisfelder, zuerst geht es moderat bergauf. Weiter oben wird das Gelände steiler, bis zu 45° steile Eisflanken müssen überwunden werden. Etwa 8 Stunden später stehen wir auf dem weitläufigen Kraterrand, bei guter Sicht liegt ganz Ecuador unter uns. Doch wir müssen auch noch herunter, nun erst können wir die weissglänzenden Firnflächen richtig sehen und ihre erhabene Schönheit genießen. Von der Hütte geht es dann zurück zum Fahrzeug und weiter nach Quito. Der Rest des Tages ist Ausruhen angesagt.

17)
Der nächste Tag steht vor allem im Zeichen der Busfahrt von Quito nach Riobamba, einer der schönsten Städte im Süden des Landes. Schneebedeckte Vulkane säumen auf beiden Seiten das Bild, Illinizas, Tungurahua und natürlich der Chimborazo selbst. Auch der Innenbereich der Stadt kann sich durchaus sehen lassen, vor allem der innerstädtische See mit seinen Brücklein ist einen Besuch wert. Wir müssen aber auch noch unsere Ausrüstung für den Chimborazo zusammenstellen und mit unserer Partneragentur alles weitere organisieren.
Nach dem Abendessen bleiben wir dann im Hotel.

18)
in echter 6000er ist dann aber unser nächstes Ziel, als Höhepunkt der Reise wird nämlich der 6268 Meter hohe Chimborazo bestiegen, der höchste Berg Ecuadors. Übernachtet wird in der Wymperhütte, knapp über 5000 Meter hoch gelegen. Für den Gipfelsturm bleiben somit immer noch fast 1300 anstrengende Höhenmeter übrig, die konditionellen Grundlagen sollten also vorhanden sein. Die Hütte kann komplett mit dem Allradfahrzeug angefahren werden, mittlerweile dürften wir gut genug akklimatisiert sein. Trotzdem ist eine kleine Wanderung ratsam, so können wir auch den ersten Teil des Aufstiegs schon mal erkunden. Wiederum wird früh zu Abend gegessen, und die Ausrüstung parat gemacht. Auch hier findet man der Höhe und Kälte wegen nur unruhigen Schlaf und wiederum geht der Wecker um 12 Uhr in der Nacht.

19)
Der höchste der erloschenen Vulkane Ecuadors und seit der Neuvermessung des Cotopaxi auch der einzige verbliebene 6000er bildet natürlich eines der beliebtesten Bergziele des Landes, wenn nicht gar der gesamten Anden. Kein Wunder, denn nur wenige Berge dieser Größenordnung sind so schnell und ohne übergroße alpinistische Schwierigkeiten zu erreichen. Lange Zeit galt der Chimborazo als höchster Berg der Erde, bevor noch größere Bergriesen in Asien entdeckt wurden. Nimmt man allerdings die Entfernung von Erdmittelpunkt zum Maßstab wäre er tatsächlich der höchste Berg der Welt, denn aufgrund der Ellipsenform der Erde ist nichts weiter vom Erdmittelpunkt entfernt als der Chimborazogipfel. Der erste ernsthafte Gipfelaspirant war kein Geringerer als der berühmte Forschungsreisende Alexander von Humboldt im Jahr 1802. Angeblich gelangte er auf über 5800 Meter Höhe, also weit in die Gletscherzonen hinein, bevor ihn das Wetter und große Spalten zum Umkehren zwangen. Selbst wenn es wahrscheinlich ist, das er weiter unten umkehren musste, bleibt es im Angesicht der damaligen Zeit und Mittel eine durchaus beachtliche Leistung. Später versuchte sich auch Simon Bolivar am Chimborazo, stieg aber nur bis zur Schneegrenze. Der wirkliche Erstbesteiger war dann zwar etwas weniger berühmt, aber ebenfalls alles andere als ein Unbekannter. Edward Whymper hatte sich mit Antoine Carrel zusammengetan um am 4. Januar 1880 dem Chimborazo aufs eisige Haupt zu steigen. Heute sind der Hauptgipfel und auch eine der beiden Hütten am Berg nach dem berühmten Engländer benannt.
Lange Eispassagen mit einigen Spalten überwinden wir im Scheine unserer Stirnlampen. Aber 1300 Höhenmeter zwischen 5000 und 6300 Metern sind auch kein Pappenstiel, der Aufstieg gestaltet sich mühsam und langwierig. Umso schöner ist die Aussicht am höchsten Punkt über hunderte von Kilometern, ein wahrhaft erhabenes Gefühl. Doch herunter müssen wir auch noch, um nicht noch mal in der Hütte übernachten zu müssen fahren wir noch zurück nach Riobamba. Dort warten eine Dusche, gutes Essen und ein kühles Bier.

20)
Heute ruhen wir uns vor allem von den Besteigungsstrapazen aus und fahren mit einem späteren Bus zurück nach Quito. Dort feiern wir ein wenig den Gipfelerfolg, bei schlechtem Wetter an einem der beiden großen Berge haben wir hier auch noch einen Reservetag.
21)
Reservetag
Wir nehmen noch mal einige der interessantesten Gebäude in Quitos Altstadt unter die Lupe. Dazu bietet sich das Museo de Arte Colonial an, mit einer großen Kollektion an Bildern, Skulpturen und Möbelstücken aus 300 Jahren Eroberungsfeldzügen. Das Museum gilt als herausragendes Beispiel für Kolonialarchitektur. Im Anschluß besuchen wir noch die Casa de Benalcazar, das ehemalige Wohnhaus des spanischen Stadtgründers von Quito. Nach dem Abendessen ist der Abend zur freien Verfügung.
22)
Reservetag
Wenn alles glattgegangen ist kann noch eine Bergtour nach Wunsch von Quito aus gemacht werden. Je nach Bedarf wäre hier der Pichincha möglich, der allerdings manchmal ausbruchgefährdet ist, auch Überfälle sind dort nicht auszuschließen.
Deshalb ist mein Vorschlag der Corazon oberhalb von Machachi.
Ein Weg führt durch den Paramo durch immer dem Berg entgegen. Über den Nordgrat steigen wir dann dem wuchtigen Gipfelaufbau entgegen, bis wir den Nordwestfuß des Berges erreicht haben. Rechts befindet sich nun ein zweiter, etwas niedrigerer Berg, sicher auch über 4500 Meter hoch. Über den rechten Grat lässt sich dieser namenlose Gipfel mit einem zusätzlichen Zeitaufwand von einer halben Stunde leicht mitnehmen. Aber zurück zum Corazon. Den besteigt man über den linken Grat, lose Wegspuren erleichten den Aufstieg. Es geht nun über dunkles Lavagestein, die Form des Berges wirkt von hier ähnlich einem Alpendreitausender. Die Felsstufen sind schnell überwunden, nur selten muss man die Hände zur Hilfe nehmen, auch der Weg ist leicht zu finden, es gibt keine wirkliche Alternative zum Grat. Kurz darauf steht man auch schon auf dem geräumigen Gipfeldach, vor allem der in perfekter Kegelform aufragende Eisvulkan Cotopaxi zieht die Blicke auf sich, wenn er sich nicht wieder mal im Nebel versteckt. Noch näher liegt der ebenfalls eisgepanzerte Doppelgipfel der Illinizas, auch er überschreitet die 5000 Meter Marke deutlich. Im Norden ragt der etwa gleich hohe Pichincha direkt über Quito auf.

23)
Der traurigste Tag der Tour denn nun geht es nach Deutschland zurück. Lässt sich aber leider nicht verhindern. Selbstverständlich begleitet sie unser Reiseleiter noch zum Flughafen, und nach der Verabschiedung geht es mit Zwischenstop in Madrid zurück nach Hause.





Reise-Info
Reisezeit: 3. bis 26 Januar 2006 und 3. bis 26.Januar 2007
Kosten: 2.395 Euro
Teilnehmer: 4 bis 10 Personen

Unsere Leistungen:
· Flug nach Quito und zurück von München, Düsseldorf, Frankfurt, Berlin oder Hamburg inklusive aller Flughafensteuern
· Transfers im Land mit Bussen und Taxen
· alle Übernachtungen in einfachen, landestypischen Unterkünften und Berghütten
· Reiseleitung vor Ort
· Eintritte Nationalparke
· Organisierte Bergtouren auf Cotopaxi und Chimborazo einschließlich Führer, Verpflegung und Leihausrüstung
· Geführte Bergwanderungen



Thomas Wilken

Vita

Herzlich willkommen bei Thomas Wilken Tours. Ein neuer Name und eine neue Idee. Reisen nach Südamerika mit neuem Konzept.

Nahe an den Menschen und umweltverträglich stelle ich in kleinen Gruppen eine Region vor, die immer wieder aufs neue fasziniert.

Die Zielländer sind Peru, Bolivien, Ecuador und Chile, also alles Länder, welche einige der schönsten Bergregionen der Anden beheimaten und zu den Traumzielen vieler Bergsteiger zählen. Atacama Wüste, Salar de Uyuni, Maccu Piccu, Titicacasee, Sajama, Chimborazo, Huayna Potosi, Misti, Tungurahua oder Cotopaxi das sind sicherlich Namen, die nicht nur bei Bergsteigern Sehnsucht auslösen können. Das Amazonasgebiet, Wüsten und kolonial geprägte Städte wie Quito, La Paz, Potosi, Lima oder Arequipa runden das Programm ab.
Mehr dazu auf: www.suedamerikatours.de


Allen Touren gemein ist die Besteigung mindestens eines ganz großen Andenberges, wobei die Schwierigkeiten deutlich variieren. In allen Fällen handelt es sich aber um einen der Höhepunkte in jeder Bergsteigerlaufbahn.

Kleine Gruppen von 4 bis höchstens 10 Teilnehmern gewährleisten eine sehr intensive Betreuung aller Gäste.


Intensive Kontakte mit den Einheimischen, eine deutliche Annäherung an deren Lebensweise und der zeitweise Verzicht auf Luxus ermöglichen einen einfachen Zugang zur andinen Kultur.

Vor Ort arbeite ich mit einheimischen Agenturen und Führern zusammen, damit unser Geld direkt den Menschen in diesen durchweg ärmeren Ländern zugute kommt. Dabei ist die Ausbildung der Bergführer mittlerweile so gut und umfangreich, das allerhöchster europäischer Sicherheitsstandart gewährleistet werden kann.
Inkapirca - Das Maccu Piccu Ecuadors.


Diese Zusammenarbeit mit lokalen Partnern in Kombination mit dem Verzicht auf Inlandsflüge und übertriebenen Luxus sind auch die Hauptgründe für die vergleichsweise sehr niedrigen Preise.






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