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22.06.2018 | 09:34 | 763 Touren
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Bergsteigen

Die eisige Höhenluft fordert den mutigen Bergsteigern alles ab. Der kalte Wind und die Anstrengungen der letzten Tage tragen ihren Teil dazu bei, dass sich viele Teilnehmer der Reise nach einem warmen Bett und einem kalten Getränk sehnen. Doch dann taucht der Gipfel des Berges in seiner vollen Pracht auf und setzt ungeahnte Kräfte frei. Frohen Mutes werden die letzten Höhenmeter bezwungen. Der gigantische Ausblick auf die tiefen Täler, die kantigen Felswände und den strahlend blauen Himmel entschädigen für die in Kauf genommenen Strapazen. Alles erscheint winzig klein, fast unbedeutend. Zurück in der Heimat werden alle frisch gebackenen Gipfelbezwinger von der schönsten und aufregendsten Reise ihres Lebens zu berichten wissen.

 

Abenteuer vor der eigenen Haustür

Im internationalen Vergleich mag die Zugspitze mit ihren 2962 Metern eher klein erscheinen, doch in Deutschland gibt es ungeahnt spannende Ziele für Bergsteiger. Dabei sollte die Sicherheit jederzeit im Vordergrund stehen. Die geschulten Guides achten bei Touren sehr genau auf den gesundheitlichen Zustand der Teilnehmer und geben vor Beginn einer jeden Etappe detaillierte Instruktionen für alle Urlauber. Des Weiteren sind durch die angegebenen Schwierigkeitsgrade bereits vor der Reise mögliche Anforderungen ersichtlich, alle Reiseanbieter beschreiben zusätzlich mögliche Gefahren und zu beachtende Voraussetzungen.
In den bayrischen Voralpen können Anfänger erste Erfahrungen in luftigen Höhen sammeln. Das bayrische Inntal lockt mit seinen markanten Gipfeln und kleinen, verschlafenen Wanderwegen. Zwar mögen die Berge nicht gerade hoch sein, doch dafür wird die Region durch viele kleine Kirchen und Kapellen aufgelockert und verziert.
Ambitioniertere Bergsteiger können sich hingegen an den Ammergauer Bergen versuchen. Rund um die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau türmen sich herausfordernde Gipfel auf. An kaum einer anderen Stelle in Deutschland können Kultur, Kunst und Natur so eng beieinander genossen werden.

 

Ein Paradies für Hochtouristen

Die Alpen sind prädestiniert für Bergsteiger. Sie sind nah vor der eigenen Haustür und doch hoch genug, um auch längere Touren zu ermöglichen.

Ganz oben auf der Liste vieler Gipfelstürmer steht das Matterhorn. Der 4478 Meter hohe Berg fasziniert Besucher aus aller Welt immer wieder aufs Neue. Da alle Wege, die zum Gipfel führen, ohne große Vorbauten, steile Stufen oder andere Störungen auskommen, wirkt der Berg wie ein gigantischer Obelisk. Makellos steht er komplett frei in der alpinen Landschaft. Dazu bieten einige Wege echte Herausforderungen, auch für erfahrene Kraxler. Über den Furggenrat im Südosten erreicht man den ersehnten Gipfel nur, wenn man körperlich fit und ein sehr geübter Bergsteiger ist.

Etwas ganz besonders lässt sich in Österreich vorfinden. Auf 37 Etappen bewältigen Touristen 400 Entfernungskilometer und über 30.000 Höhenmeter. Völlig klar, dass niemand den kompletten Ötzal Trek laufen wird, doch einige Passagen bieten eine gute Grundlage für Tagestouren oder Wochenendtrips. Auf einer Reise durch das saftig Grüne Tal warten unzählige Bergseen, dicht bewaldete Hänge und einige Dreitausender auf Bergsteiger.

 

Auf dem Gipfel Europas

Mit 4807 Metern ist der Mont Blanc Europas höchster Berg. Die technisch anspruchsvolle Besteigung erfordert eine gute Kondition, viel Kraft und natürlich auch etwas Mut. Dafür wartet am Ende der schönste Ausblick, den man auf den Kontinent haben kann. Das Landschaftsbild ist von zahlreichen Gipfeln, Graten und Flanken geprägt, lässt das eigene Dasein unbedeutend wirken und ist ein beeindruckendes Naturerlebnis.
Nicht ganz so hoch hinaus geht es in Italiens Dolomiten. Dafür ist das Gebirge eine Art Fest für die eigenen Sinne. Der Campolongopass bietet beispielsweise ein unvergessliches Bild ganz in schwarz und weiß. Der Schartengrat des Padón ist komplett aus Vulkangestein aufgebaut und bildet einen starken Kontrast zum hellen weiß des Marmolada.

 

Jenseits des Kontinents

Wer viel Zeit mitbringt sollte Europa verlassen, um die höchsten und spannendsten Berge der Welt erleben zu können. Chile schlängelt sich an der kompletten Ostküste Südamerikas entlang und besteht zum Großteil aus Gebirgsketten. Von der bolivianischen Hauptstadt La Paz aus können Bergsteiger auf den Spuren der Inkas wandern. Vorbei am großen Titcacasee geht es durch die Isla de Sol über den Cumbre Pass bis nach Coroico. Viele Gipfel sind ruhende Vulkane und waren den Ureinwohnern des Landes heilig. Überall treffen Urlauber auf Überreste aus längst vergangenen Zeiten.

Wer noch höher hinaus möchte, kann sich in Bolivien an einigen Sechstausendern versuchen. Im Sajama Nationalpark können der königliche Aussichtsberg Acontango und der noch etwas höhere Paradevulkan Parinacota bestiegen werden. Auf der Reise durch das Land bestaunen Urlauber außerdem viele Geysire und Vulkane. Mit etwas Glück bekommen Reisende sogar Pinguine zu sehen.

 

Der Berg der Berge

Für Viele mag es ein Traum bleiben, doch jeder Bergsteiger strebt danach, einmal den Mount Everest zu bezwingen. Das Gefühl am höchsten Punkt der Erde zu stehen ist unbeschreiblich und kaum in Worte zu fassen. Allerdings braucht die Akklimatisierung seine Zeit, so dass für Touren sechs bis acht Wochen eingeplant werden sollten. Des weiteren fordert der Berg jährlich mehrere Todesopfer. Eine Besteigung ist daher nur bei voller Gesundheit und guter körperlicher Fitness zu empfehlen. Für die Sicherheit sorgen die spezielle ausgebildeten Sherpas und die geschulten Guides aus aller Welt.

 

Den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt

Es gibt viele weitere Destinationen für Bergsteiger. In Afrika warten exotische und spannende Gipfel auf ihre Erstürmung. Hier kann eine Bergtour mit einer gelungenen Safari abgerundet werden. Auch in den weiten Nordamerikas erheben sich zahlreiche herausfordernde und malerische Berge. Die Sicherheit sollte aber bei allen Reisen im Vordergrund stehen. Wer sich überschätzt, riskiert Verletzungen oder gar das eigene Leben. Wenn alle Sicherheitsanweisungen ernst genommen werden, kann dem größten Abenteuer des Lebens aber nichts mehr im Wege stehen, außer vielleicht der eigene Mut.

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