Kanutouren Hedmark
Geführte Kanutouren in Hedmark
In Norwegen kann man innerhalb kürzester Zeit die unterschiedlichsten Naturschauspiele erleben, das Land verfügt über eine unglaubliche Vielfalt der unterschiedlichsten Landschaftsformationen. Gletscher und tief eingeschnittene Fjorde, stille Seen und donnernde Wasserfälle lassen dem Besucher nahezu den Atem stocken. Norwegen wurde in den letzten Jahren auch für den Kanu- und Kajaksport entdeckt.
Eine Kanutour führt auf den Gudbrandsdalens Lagen, ein auf einer Distanz von etwa 20 Kilometern Länge befahrbarer Wildbach mit einem mittelschweren Oberlauf und einer Endschlucht mit mehreren hohen und wuchtigen Wasserfällen. Der Einstieg befindet sich am Ende der Straße bei Nyseter. Zunächst geht es auf Schwallwasser gleichmäßig bergab, nachdem einige Bäche dazukommen und die Durchflußmenge stark anschwellen lassen, wird der Bachverlauf deutlich wuchtiger Unvermittelt taucht eine Schrägrutsche von drei Metern Länge auf, die sich nach eingehender Besichtigung ohnen nennenswerte Probleme halblinks befahren läßt. Nach der Passage einer hölzernen Hängebrücke sind die größten Schwierigkeiten vorbei. Die rund 150 Höhenmeter auf einer Länge von 400 Metern bedeuten Wasserfallspaß ohne Ende. Danach wird es wieder schwieriger und vor allem gefährlicher, es kommen die Kernstellen der Lora an. Das ist ein steiler und wuchtiger Katarakt mit Unterspülungen, an den sich ein Wurmkanal mit starkem Gefälle anschließt. Direkt danach ein acht Meter hoher Wasserfall, dessen Gumpen aber tief ist. Nach diesem Höhepunkt kommen noch einige Gefällstrecken, aber bald ist die abseits gelegene Mautstelle vor der Mündung in den Lagen erreicht.
Fast noch ein Geheimtipp ist die Imsa, ein Wildbach in der Hedmark Norwegens. Der Einstieg zu einer empfehlenswerten Tour erfolgt auf der Imsa, die Tour führt zu Tal, wobei nach dieser kurzen Wildwasserstrecke mit Schwierigkeitsgrad III eine Art Kiesabbaugelände kommt. Hier sollte man besser aussteigen, weil es schlagartig steil wird. Man hat die Wasserfälle des Kvitkallen erreicht. Auf einer Länge von etwa 500 Metern kommen nun Rutschen und Steilabbrüche hintereinander, bei niedrigem Wasser kann es mit entsprechender Sicherung auch kontrolliert befahren werden. Danach beginnt der zweite etwa neun Kilometer lange Abschnitt der Imsa bei Nybru, dieser ist auch für talentierte Anfänger ohne Schwierigkeiten zu meistern.
Der dritte Abschnitt beginnt in der Waldschlucht der Imsa. Das Gefälle steigert sich noch, das Geröll wird gröber und die Wassermenge ist durch den Zufluss der Nebenbäche wie den Eldaa gestiegen. Nun geht es mit mittlerem Schwierigkeitsgrad zu Tale, am Ende der Strecke kurz vor der Glommatalstrasse gibt es dann eine gefährliche Stelle. Es hat die Form eines aus großen Steinquadern errichteten Schrägwehres, in dem auch Eisenträger stecken sollen. Man kann das Wehr jedoch problemlos an der Seite befahren, dennoch sollte solchen künstlichen Bauwerken aber mit gehörigem Respekt begegnet werden. Kurz nach dem Wehr befindet sich dann bereits der Ausstieg vor der Brücke der Strasse E3 südlich des kleinen Weilers Imsroa. Die Imsa kann als Mittelgebirgsfluss vom Frühsommer bis in den Juli hinein ohne Probleme befahren werden, natürlich unter entsprechender Berücksichtigung der Regenfälle. Ein schöner und empfehlenswerter Übernachtungsparkplatz befindet sich direkt am Einstieg mit einer praktischen Badestelle im Ausfluss des Imsjöen.
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