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08.06.2026 | 22:09 | 737 Touren
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Kanutouren Baden-Württemberg

Geführte Kanutouren in Baden-Württemberg

Die wunderschönen und abwechslungsreichen Landschaften Deutschlands bieten mit einem dichten Netz an Flüssen und anderen Gewässern ein hervorragendes Gebiet für Kanutouren. Der Bodensee, eine der bekanntesten Urlaubsregionen von Baden-Württemberg, gehört dazu. Es ist der größte See Deutschlands und befindet sich in vier Ländern und Regionen, nämlich in Baden-Württemberg, Bayern, der Schweiz und Österreich. Er ist bekannt und beliebt als ein Ausflugs- und Urlaubsziel mit vielen Freizeitmöglichkeiten. Der Bodensee besteht eigentlich aus zwei Teilen, dem Obersee und dem Untersee. Zwischen beiden befindet sich der ungefähr drei Kilometer lange Seerhein, welcher die beiden Seen verbindet. Der Bodensee ist sehr gut für Kanutouren geeignet. Man sollte sich aber mit dem Kanu oder dem Kanadier stets in Ufernähe aufhalten. Von einer Überquerung des Bodensees ist abzuraten, denn Winde und Stürme können überaus plötzlich aufkommen.

Am Ufer des Bodensees bietet sich den Kanuten eine hervorragende Infrastruktur. Die Kanufahrer finden nahezu überall gut ausgestattete Campingplätze, Einkehrmöglichkeiten sowie Übernachtungsquartiere. Deshalb eignet sich der Bodensee ganz ausgezeichnet für mehrtägige Kanutouren. Allerdings sollte man die Schiffsanlegestellen absolut meiden. Die Kursschiffe und Ausflugsdampfer haben ein grundsätzliches Vorfahrtrecht, und als Kanufahrer sollte man die Schiffsschrauben eher meiden. Darüber hinaus gibt es am Ufer des Bodensees einige Naturschutzgebiete. Diese Gebiete sind für alle Kanu- und Kanadierfahrer zu meiden, denn die seltene Flora und Fauna muß geschützt werden.

Ebenfalls gut für Kanutouren geeignet ist der Hochrhein, er verläuft im südlichen Baden-Württemberg an der Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz. Der Fluss ist von Stromschnellen und Wasserfällen geprägt, der bekannteste ist sicher der Rheinfall von Schaffhausen. Eine Kanutour beginnt bei Stein am Rhein, dort ist die Strömung recht kräftig. Vorbei führt die Tour an den beiden Orten Diessenhofen und Büsingen. Je nachdem ob man sich am linken oder rechten Ufer des Rhein befindet, hält man sich in Deutschland oder in der Schweiz auf. Der Rhein ist in diesem Abschnitt über weite Strecken hinweg der Grenzfluss zwischen den beiden Ländern. Sollte man während der Kanufahrt auch Landgänge planen, darf man nicht vergessen, den Reisepass einzustecken.

Diese Kanutour ist nicht besonders anstrengend und deshalb auch für Anfänger sehr gut geeignet. Allerdings darf man keinesfalls vergessen, dass auf dem Hochrhein auch Motorschiffe und eine Vielzahl von größeren Ausflugsdampfern unterwegs sind. Die Fahrrinne für motorbetriebene Boote ist auf einigen Abschnitten auf dem Rhein genau vorgeschrieben, das ist leicht an den sogenannten Wiffen zu erkennen. Wiffen sind Schifffahrtszeichen für die Binnenschifffahrt, welche die Fahrrinne in einem Gewässer kennzeichnen. Sie zeigen auf dem Rhein an, auf welcher Seite die Wasserfahrzeuge zu fahren haben. Als Kanadier- oder Kajakfahrer sollte man am besten die gegensätzliche Seite der Motorboote wählen. Man sollte auch mit genügend Abstand an den Wiffen und Brückenpfeilern auf dem Rhein vorbeifahren. Denn sehr oft wird die starke Strömung unterschätzt und ein Kontakt mit diesen Pfeilern sollte in jedem Fall vermieden werden.

Auf dem Altrheinarme Karlsruhe bietet sich eine Kanutour zum Kennenlernen der wunderschönen Rheinlandschaft an. Man kann bei dieser Tour Schwäne und Fischreiher beobachten. Allerdings ist besondere Ruhe geboten, damit die Tiere nicht aufgescheucht werden.  

 

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