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11.08.2022 | 16:28 | 733 Touren
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Kanutouren Frankreich

Geführte Kanutouren auf den Flüssen Frankreichs

Frankreich gilt vielen als Inbegriff der Lebenslust. Während sich die Deutschen noch immer in Melancholie wiegen, gelten die Franzosen als Genießer und lebensbejahende Aktivisten. Egal ob Wein, kulinarische Köstlichkeiten oder atemberaubende Natur - Frankreich hat für jeden Geschmack etwas parat. Sein umfängliches Repertoire an Landschaften überzeugt die Menschen seit Generationen. Unser Nachbar im Südwesten hält neben langen Atlantik- und Mittelmeerküsten  auch die Alpen, die Pyrenäen, die Provence, das Zentralmassiv und unzählige weitere wunderschöne unberührte Landstriche parat.

Von dem einen idealen französischem Kanu-Revier lässt sich jedoch kaum sprechen, denn: Frankreich ist voller idealer Reviere, von denen jedes auf seine Art einzigartig ist. Der eine möchte zwischen den himmelhohen Wänden der Verdon-Schlucht die Herausforderungen des Wildwassers annehmen. Ein anderer im Schatten von Platanen sanft über das Wasser eines Kanals gleiten. 

Alle sechs französischen Bergmassive bieten Gelegenheit für gemütliche und auch wilde Kanu-Touren. Die Schwierigkeitsgrade reichen von leicht bis extrem, also von Niveau 1 bis 6. Legendäre Strecken liegen am Oberlauf der Durance in den Alpen, in den Tarnschluchten der Cevennen, in den Pyrenäen und dem Zentralmassiv. Alle Gebiete vereinen milde Temperaturen und günstige Wasserstände. Wer seine eigene Ausrüstung nicht mitnehmen möchte, findet in allen beliebten Kanu- Gebieten das Erforderliche bei Verleihern.
 
Die großen und größeren Flüsse Frankreichs sowie ein mehrere Tausend Kilometer langes Kanalnetz bieten Gelegenheit zu Wanderfahrten und Tagesausflügen. Wer einmal eine Tour auf der Dordogne, dem Lot, der Loire oder dem Allier - um nur einige zu nennen - unternommen hat, wird möglicherweise niemals wieder davon abkommen. Frankreich bietet ein schier unerschöpfliches Potenzial an Routen für Flussfahrten und Wanderungen jeder Art. Liebhaber können auch die Bretagne mit dem Boot erkunden, sich Burgund vom Wasser aus ansehen und auf dem Canal du Midi Mittelmeer und Atlantik miteinander verbinden. Zauber und (Natur)Freude bieten auch die großen Bergseen oder die zahlreichen Gewässer der lothringischen Seenplatte.

Kanufahrten auf der Dordogne

Einer der schönsten europäischen Wanderflüsse ist die Dordogne in Südfrankreich - mit einer Länge von fast 500 Kilometern einer der größten Flüsse Frankreichs. Vor allem Anfängern und Familien bietet das majestätische Gewässer mit seinem eher ruhigen Flusslauf, den unverbauten Ufern und der idyllischen unverwechselbaren Natur eine Kanuerlebnistour par excellence. Der ideale Startpunkt für eine Kanu-Tour im stabilen mediterranen Klima Südfrankreichs liegt in Argentat. Kanu-Fahrer passieren mühelos tiefe Schluchten, faszinierende Steinformationen und Grotten. Sie gleiten an gemütlichen Dörfern vorbei, können sich im sauberen Wasser ergötzen, Fische beobachten oder auch an den weithin bekannten kulinarischen Köstlichkeiten weiden. Neben Hotels und Pensionen bieten die malerischen französischen Campingplätze am Ufer der Dordogne besonders für Naturliebhaber eine ideale Unterkunft. Die etwa sechstägigeFlusswanderung eignet sich auch als Klassenfahrt. 

 
Paddelspaß auf der Loire
 
Vom Zentralmassiv windet sie sich gemächlich durch das ganze Land: Die Loire ist mit einer Länge von knapp 1000 Kilometern der längste Fluss Frankreichs. Gleichsam gilt sie als mit ihren naturbelassenen Stränden und ihrer Streckenführung als einer der ursprünglichsten Kanu-Wanderflüsse Europas. Lediglich zwischen Nantes und der Flussmündung in Saint-Nazaire darf der Fluss von größeren Schiffen befahren werden. Flussaufwärts müssen diese auf Kanäle ausweichen. Kanufahrer und Wassersportler haben also den Königsfluss - wie die Loire auch genannt wird - lange Strecken für sich allein. 
 
Dabei hat die Loire sowohl für Wildwasser- als auch für Wanderkanuten etwas im Programm. Für Wildwasserfans eignet sich besonders der erste Fluss-Abschnitt, nahe der Quelle am Mont-Gerbier-de-Jonc. Hier in der Gegend der „Gorges de la Loire“  windet sich die junge Loire durch steile Basaltsteinschluchten. Man muss jedoch kein Profi sein, um dies Schluchten zu passieren, der Schwierigkeitsgrad liegt durchschnittlich bei Wildwasserstufe 2 und geht nur auf der vier Kilometer langen Teilstrecke zwischen Arlempdes und Goudet über Stufe 3 hinaus. Ob mit Führer oder auf eigene Faust: Befahrbar sind die Gorges de la Loire vom 1. April bis zum 15. Oktober. Von Mitte Mai bis September können sich auch unerfahrenere Kanuten an sie heran trauen.
 
Wanderkanuten kommen auf der Strecke zwischen Diogin und Cosne auf ihre Kosten. Ist das Flussbett zu Beginn noch recht schmal und sorgt mit Stromschnellen und  sowie kleinen Wehren für Nervenkitzel, weitet sich das Gewässer ab Thareau in großzügige Schleifen, zahlreiche Inseln und urwüchsige Uferabbrüche. Zahlreiche Schlösser markieren die Strecke ab Decize. Die Natur hatte schon damals den französischen Adel fasziniert, der zahlreiche Schlösser an den Ufern des „Königsflusses“ errichten ließ. Die Mischung aus Ursprünglichkeit und Sehenswürdigkeiten hat dem Tal der Loire sogar den Unesco-Welterbetitel eingebracht.
 
Herausforderung auf dem Allier
 
Als einer der letzten ungezähmten Flüsse Europas ist der Allier bei Kanuten äußerst beliebt. Der über 400 Kilometer lange Fluss entspringt in den Cevennen und fließt durch die Regionen Languedoc-Roussillon, Rhône-Alpes, Auvergne, Burgund und Centre, bis er nahe Nevers als größter Nebenfluss in die Loire mündet.
 
Zwar sind die ersten 45 Kilometer des Allier ab seiner Quelle sowie die 13 Kilometer lange Strecke zwischen Pont d'’Alleyras und Monistrol für Paddler gesperrt. Trotzdem eignet sich der Allier ideal für anspruchsvolle und gemütliche Kanu-Touren in Frankreich, nicht zuletzt  weil der Fluss fast das ganze Jahr befahrbar ist. 
 
Der Ort Prades in der Auvergne stellt am Flusskilometer 102 dabei so etwas wie ein einen Wende- oder Scheidepunkt dar: Ist der Fluss in den tiefen Schluchten des nördlichen Zentralmassivs noch ein anspruchsvolles Revier für Wildwasser-Kanuten - das Niveau liegt hier zwischen 2 und 4 - bewegt sich der Allier ab Prades in einem breiteren Flussbett, das durch eine hügelige Vulkanlandschaft führt. Hier gelten Anforderungen bis zur Wildwasserstufe 2, der Allier wird nach seiner „wilden Jugend“ also zum idealen Gewässer für die größeren und weniger wendigenWander- oder Tourenkanus.

Die Touren in Frankreich sind sowohl für sportliche Individualisten als auch für Familien geeignet. Wichtig ist lediglich, dass alle Teilnehmer schwimmen können und die Kinder mindestens sieben Jahre alt sind.

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